Hersteller medizinischer Produkte haben eine Verantwortung gegenüber ihren Anwendern. Regelmäßige Schulungen zu Produkten und Technologien sowie der Austausch über Best-Practice-Methoden sind deshalb ein wichtiger Baustein für einen reibungslosen Informationsaustausch zwischen Hersteller und Anwender.
 

 

 

In April 2016 haben Sutter Medizintechnik und die Hals-Nasen-Ohren-Klinik am Klinikum rechts der Isar den ersten Radiofrequenz-Kurs für Chirurgen in München angeboten. Bei dem 1,5 Tage langen Kurs wurden den Chirurgen die Vorteile der Arbeit mit Radiofrequenz nähergebracht. Unterstützt durch ein Team von sieben Dozenten und dem Direktor der Klinik, Professor Dr. Henning Bier, konnten verschiedene Themenbereiche abgedeckt werden: Tumorresektionen in der Kopf-Hals-Chirurgie, Tonsillotomien, Turbino- und Gesichtsplastiken und Schnarchbehandlungen. 

Die HNO-Klinik im Klinikum rechts der Isar gehört zu Deutschlands führenden Zentren für die Behandlung von Kopf-Hals-Tumoren. 
In den letzten Jahren gab es dort einen bedeutenden Wandel in Bezug auf das Behandlungskonzept für orale und oropharyngeale Tumore. Die Beurteilung der klinischen Ergebnisse war nach Operationen mit Radiofrequenz deutlich positiver als nach solchen mit Laser. 
Das ist unter anderem auf die geringere thermische Schädigung zurückzuführen, die bei der Behandlung mit Radiofrequenz gegenüber Laser entsteht. Dazu kommen weniger postoperative Schmerzen, gute Heilungsprozesse und ein besserer Bedienkomfort.

Dr. Benedikt Hofauer berichtete in seinem Vortrag, dass die histopathologische Beurteilungen von Resektionsrändern nach einer Operation mit Radiofrequenz deutlich einfacher und aussagekräftiger seien. Ein Pathologe sei überrascht gewesen, dass es keine "Skalpellränder" waren, die er da beurteilt hatte, da es weder sichtbare Karbonisierung noch Rückstände einer Karbonisierung gegeben hatte.

Die Klinik arbeitet derzeit an einer Studie zum Operieren mit Radiofrequenz, deren Ergebnisse vielversprechend sind: geringe postoperative Komplikationsraten, gute Heilungsprozesse und niedrigere Schmerzeinstufungen der Patienten.

Dr. Elmar Oestreicher erzählte in unterhaltsamen Geschichten von seinen Radiofrequenz-Behandlungen bei älteren Patienten in seiner ländlichen Gegend. Er betonte, wie dankbar die Patienten für die schnelle und einfache Entfernung von Warzen und Muttermalen seien, die sie schon seit Jahrzehnten gestört hatten. Seine Botschaft war klar: Radiofrequenz ist weniger invasiv (und weniger kostspielig) als Laser. Chirurgen sollten im Bereich von Gesichtsplastiken ein größeres Augenmerk darauf legen. 

Highlight des Radiofrequenz-Kurses war der "Hands-On"-Teil. Die Dozenten des Kurses begleiteten die Teilnehmer an sieben Arbeitsstationen und gaben hilfreiche Tipps für das Arbeiten mit Radiofrequenz. Die Teilnehmer hatten so die Möglichkeit, eine große Bandbreite an Indikationen durchzugehen. An einem Schweinelarynx konnte beispielsweise mithilfe von langen Mikroelektroden durch ein Kleinsasser Laryngoskop operiert werden. 

Die Begeisterung für den praktischen Teil des Kurses und die Arbeit mit dem CURIS® Radiofrequenz-Generator sowie den bipolaren und monopolaren Elektroden hat gezeigt, wie wichtig diese Kurse für Chirurgen sind. Während sie einerseits ihre Fähigkeiten trainieren, können sie zusätzlich Erfahrungen mit dieser minimalinvasiven Form der Elektrochirurgie sammeln.   

Ein großes Dankeschön gebührt dem Kursleiter Dr. Clemens Heiser. Er und sein unermüdliches Team haben dafür gesorgt, dass der Kurs ein Erfolg werden konnte. Der nächste Kurs ist bereits in Planung. Die Ankündigung finden Sie dann hier in unserem Blog.

 

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