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Management von Rhinophymen mittels
Radiofrequenz-Chirurgie | Application Report

Die Chirurgie bleibt eine zentrale Behandlungsoption bei Rhinophymen. Ein Application Report von Prof. Dr. med. Haneen Sadick, Universitätsklinikum Mannheim, zeigt den Einsatz des CURIS® 4 MHz Radiofrequenz-Generators in Kombination mit monopolaren Elektroden zur Gewebe-resektion und Formgebung der Nase. Der Bericht gibt Einblicke in den klinischen Ablauf sowie die Verwendung unterschiedlicher Elektroden für Resektion, Koagulation und Konturierung im Rahmen eines ambulanten Eingriffs.

Medizinische Nahaufnahme eines Rhinophyms während einer Behandlung mit einer Kugel-Elektrode; im Bild eingeblendet: Dr. Sudeshna A., Fachärztin für plastische und ästhetische Chirurgie.

Das Rhinophym zählt zu den ausgeprägten Gewebeveränderungen im Bereich der Nase und kann chirurgisch behandelt werden. Ein Application Report von Haneen Sadick beschreibt den Einsatz der Radiofrequenz-Chirurgie an der Nase mit dem impedanzgesteuerten CURIS® 4 MHz Radiofrequenz-Generator und monopolaren Elektroden bei einem Patienten mit Rhinophym am Universitätsklinikum Mannheim. 

Key Facts zum Application Report

  • Thema: Management eines Rhinophyms mittels Radiofrequenz-Chirurgie der Nase
  • Autor: Prof. Dr. med. Haneen Sadick
  • Einrichtung: Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Universitätsklinikum Mannheim, Deutschland
  • Technologie: CURIS® 4 MHz Radiofrequenz-Generator von Sutter
  • Instrumente: monopolare Drahtschlingenelektroden und monopolare Kugelelektrode von Sutter
  • Setting: ambulanter Eingriff unter Lokalanästhesie
  • Nachbeobachtung: regelmäßige ambulante Kontrollen über zwei Monate
     

Zum Application Report

Was ist ein Rhinophym?

Das Rhinophym ist durch eine langsam fortschreitende Vergrößerung des unteren Nasendrittels gekennzeichnet. Typisch sind irreguläre Verdickungen und knotige Veränderungen der hypertrophen Nasenhaut. Obwohl das knöcherne und knorpelige Nasengerüst nicht betroffen ist, können die ästhetischen Konturen der Nase deutlich verändert werden. Darüber hinaus können funktionelle Einschränkungen, beispielsweise der Nasenatmung, auftreten. Die operative Behandlung bringt besondere Herausforderungen mit sich. Aufgrund der starken Gefäßversorgung der Nase kann es intraoperativ zu Blutungen kommen, die die Sicht auf das Operationsfeld beeinträchtigen.

Fallbericht aus Mannheim: Radiofrequenz-Chirurgie bei einem Rhinophym

Im beschriebenen Fall stellte sich ein 75-jähriger Patient mit einer über Jahre fortschreitenden Vergrößerung der Nase an der HNO-Klinik des Universitätsklinikums Mannheim vor. Die klinische Untersuchung zeigte eine ausgeprägte Hypertrophie der Talgdrüsen- und Unterhautstrukturen insbesondere im Bereich der Nasenspitze und der Nasenflügel. 

Die Behandlung wurde ambulant unter Lokalanästhesie durchgeführt. Zum Einsatz kam der CURIS® 4 MHz Radiofrequenz-Generator im monopolaren Modus. Die Resektion erfolgte schrittweise mit einer Drahtschlingenelektrode, um das überschüssige Gewebe bis zu einem klinisch unauffälligen Hautniveau abzutragen. Dabei wurde gezielt darauf geachtet, pilosebaziöse Einheiten zu erhalten, um das Risiko einer Narbenbildung zu minimieren.

Fünf entfernte Gewebestreifen auf blauem OP-Tuch mit Zentimeterskala.

Resektion und Konturierung mit monopolaren Elektroden

Für die Geweberesektion wurden eine dreieckige Drahtschlingenelektrode sowie eine runde Kugelelektrode eingesetzt. Nach Entfernung des überschüssigen Gewebes erfolgte die Modellierung der Nasenkontur mit einer 3-mm-Kugelelektrode, um Oberflächenunregelmäßigkeiten auszugleichen.

Der Application Report beschreibt die Möglichkeit, monopolare Schneid- und Koagulationsfunktionen in einem Eingriff zu nutzen. Dadurch kann die Blutstillung unterstützt und gleichzeitig eine gute Sicht auf das Operationsfeld erhalten werden.

„Die monopolare Radiofrequenz-Chirurgie zur Behandlung von Rhinophymen hat sich als eine bedienerfreundliche, schnelle und effiziente Behandlungsmodalität erwiesen. Die Kombination von gleichzeitigem monopolaren Schneiden und Koagulieren erleichtert nicht nur die Korrektur und das Formen der Nase, sondern garantiert auch sanfte Hämostase mit einer exzellenten Sicht auf das OP-Feld.“

Prof. Dr. med. Haneen Sadick, Universitätsklinikum Mannheim

Beobachtungen aus der Nachsorge

Laut dem Application Report wurde der Eingriff vom Patienten gut toleriert. Während der zweimonatigen Nachbeobachtungszeit wurden regelmäßige ambulante Kontrollen durchgeführt. Zwei Wochen nach dem Eingriff begann die Reepithelisierung der Nasenhaut. Im beschriebenen Fall wurden weder Wundinfektionen noch Narbenbildungen oder Pigmentstörungen beobachtet.

Da es sich um einen einzelnen Fallbericht handelt, beziehen sich diese Beobachtungen ausschließlich auf den dargestellten Patientenfall.

Verwendete Instrumente und Technologien

Für die Behandlung des Rhinophyms kam eine Kombination aus Radiofrequenz-Generator und speziell abgestimmten monopolaren Instrumenten zum Einsatz. Die unterschiedlichen Komponenten unterstützten die einzelnen Behandlungsschritte von der Geweberesektion bis zur Konturierung der Nasenoberfläche.

Linke Seitenansicht des CURIS® 4 MHz Radiofrequenz-Generators mit gut sichtbarem Bedienfeld, Drehreglern, Display und Anschlüssen für verschiedene chirurgische Instrumente.

CURIS® 4 MHz Radiofrequenz-Generator

Die Geweberesektion wurde mit dem CURIS® 4 MHz Radiofrequenz-Generator durchgeführt. Im beschriebenen Fall kamen monopolare Schneid- und Koagulationsmodi zum Einsatz.

Verschiedene monopolare Elektroden in unterschiedlichen Längen und Spitzenformen

Monopolare Elektroden

Drahtschlingenelektroden und Kugelelektroden wurden verwendet, um das hypertrophe Gewebe schichtweise abzutragen und die gewünschten Resektionsbereiche präzise zu bearbeiten.

FAQ zum Management von Rhinophymen mit Radiofrequenzchirurgie

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